Passende Kanäle für die Social Media Strategie

Passende Kanäle für die Social Media Strategie

Welcher Kanal ist der Richtige?

Soziale Netzwerke gibt es viele und obwohl sich die Big Player schon etabliert haben, sprießen immer wieder neue aus dem Boden. Welche Kanäle für die Social Media Strategie eines Unternehmens die passenden sind, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Schauen wir uns daher zuerst einmal die unterschiedlichen Plattformen und ihre Einordnung an.

Facebook

Mit mittlerweile über 30 Millionen deutschen Nutzern dürfte Facebook bei den Social Media Kanälen  unangefochten auf Platz eins stehen. Auch weltweit hat Facebook mit 2,1 Milliarden aktiven Nutzern die Nase vorn. Das soziale Netzwerk entstand als Idee, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben – und entwickelte sich zu einer Informationsplattform. Nachdem Facebook Unternehmen(sseiten) Jahrelang kostenlos viel Reichweite schenkte, wird dies nun immer mehr eingeschränkt. Für 2018 wird erwartet, dass Facebook wieder mehr „back to the roots“ geht und sich auf private Kontakte konzentriert. Dennoch wird die Plattform für Unternehmen weiterhin extrem attraktiv bleiben.

Schon alleine weil Werbeanzeigen auf Facebook noch immer deutlich günstiger sind als bei Google und zudem unheimlich präzise ausgespielt werden können.

Interessant ist der „demografische Wandel“ auf Facebook – die dort vorhandenen User werden älter. Jugendliche wechseln zunehmend auf andere Plattformen, während die Generation ab 45 Jahren Facebook intensiver nutzt.

  • User

    2,1 Milliarden
  • Alter

    25-60+ Jahre
  • Inhalte

    • Information
    • Werbung

Instagram

Die Bildplattform ist auf einem echten Siegeszug: Sie weist das größte Wachstum im Vergleich zu allen anderen Social Media Kanälen auf. Betrachtet man alle möglichen Kanäle für die Social Media Strategie, so sollte man Instagram besondere Beachtung schenken, wenn man User inspirieren möchte. 800 Millionen registrierte Nutzer gibt es weltweit, 15 Millionen davon sind aus Deutschland. Auch hier steckt also großes Potenzial in der Plattform. Da sie bildlastig ist, sollte sie allerdings nicht als Informationskanal genutzt werden, sondern tatsächlich inspirieren und die „schönen Dinge“ zeigen. Ob das nun konkret ein Produkt (eine Produktpalette) oder ein Lebensgefühl ist, muss von Unternehmen zu Unternehmen einzeln entschieden werden.

Übrigens: Es sind weltweit bereits 25 Millionen Unternehmen auf Instagram aktiv.

  • User

    800 Millionen
  • Alter

    13-35 Jahre
  • Inahlte

    • Bilder
    • Inspiration

Youtube

Das Videoportal Youtube ist einer der Kanäle für die Social Media Strategie, der noch immer enorm unterschätzt wird. Bekannt geworden durch die jungen Stars der Plattform (in Deutschland allen voran BibisBeautyPalace oder früher Y-Titty), darf nicht vergessen werden, dass es sich schlichtweg um die zweitgrößte Suchmaschine der Welt handelt. Jeden Monat werden über 3,25 Milliarden  Stunden (!) an Videomaterial auf der Plattform angeschaut. Nicht nur von Jugendlichen und nicht nur Schmink-Tutorials und Sketche. Es gibt zu fast jedem Thema mindestens einen Youtube-Kanal und dutzende Videos. Da Youtube zu Google gehört ist es auch nicht verwunderlich, dass man hier eine ganz eigene SEO-Strategie entwickeln sollte.

Wer auf Youtube gefunden wird, hat einen starken Kanal, der Reichweite, Markenbekanntheit und im besten Fall Abverkauf deutlich steigern kann.

  • User

    1,5 Milliarden
  • Alter

    18-54 Jahre
  • Inhalte

    • Bewegtbild
    • Informationen
    • Inspiration

Twitter und Snapchat

Zuletzt die beiden extrem konträren Kanäle Twitter und Snapchat. Wo der eine Kanal hauptsächlich als Informationskanal dient und eine ältere Zielgruppe anspricht, ist der andere sehr jung, schnelllebig und lebt von vergänglichen Bildern.

Beides sind Kanäle für die Social Media Strategie, die definitiv nicht für jedes Unternehmen passend sind. Twitter mit seinen 328 Millionen Nutzern (weltweit) beschäftigt sich viel mit Politik, Technik und Wissen im Allgemeinen. Das kleinere Snapchat (255 Millionen Nutzer weltweit) wurde hingegen zuerst von der Jugend und dann von Unternehmen entdeckt. Bisher konnte es sich in Deutschland nicht etablieren und fällt, dank der Live- und Story-Funktion von Instagram, weiter zurück. In den USA hingegen buhlen sowohl Twitter als auch Snapchat um Liveübertragungen und probieren sich als Alternative zum Fernsehen neu zu etablieren.

Kanäle für die Social Media Strategie

Trotz der großen Auswahl ist es möglich, die am besten zum Unternehmen passenden Kanäle ausfindig zu machen. Abhängig von der gewünschten Zielgruppe, dem eigenen Produkt und den gewollten Social Media Zielen kann ich unabhängig Consulting anbieten und Struktur in den Social Media Dschungel bringen.

Ebenfalls im Auge zu behalten sind ab 2018 übrigens auch Messenger-Systeme, deren voranschreitende Kommerzialisierung neue Möglichkeiten bietet – aber dies ist ein eigenes Thema für einen neuen Blogbeitrag.

Kanäle für die Social Media Strategie

 

 

Quelle für die aktuellen Zahlen der Social Media Plattformen:

 

26 Comments. Leave a comment

  1. L❤ebe was ist

    ein wirklich super recherchierter Artikel meine Liebe! Kanäle sozialer Medien sind für eine gute Marketingstrategie wirklich nicht mehr wegzudenken. interessant finde ich hier v.a. die Vorausschau in die Zuunft und bin sehr gespannt was sich bewahrheiten wird. und bemerkenswert finde ich auch die Altersunterschiede in der Nutzung der verschiedenen Kanäle! das hat mich doch erstaunt!

    danke dir für den umfassenden Einblick und liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

    • admin

      Zur Vorschau in die Zukunft wird natürlich auch immer wieder mal extra noch was kommen. 🙂 Finde die ganze Thematik extrem spannend und glaube, dass 2018 noch die eine oder andere Überraschung für uns parat hat. Ist ja für Blogger genauso spannend, wie für Unternehmen.

  2. Ina

    Gute Zusammenfassung,war jetzt nicht wirklich Neues für mich dabei.Nicht so einfach den Überblick zu behalten,geschweige denn alles optimal zu nutzen.

    LG aus Norwegen
    Ina

    • admin

      Hallo Ina,
      danke für dein Feedback! Ja, bei den Einstiegs- und Grundlagenartikeln dürfte es für Profis nicht viel Neues geben. Aber ich werde nach und nach auf dem Blog auch immer weiter in die Thematiken einsteigen und hoffe, dir dann auch noch etwas Überraschendes liefern zu können. 😉

      Liebe Grüße
      Sarah

  3. Tina

    Sehr sehr cooler Beitrag. Bin schon gespannt was die Fb-Änderung mit sich bringen wird. Die organische Reichweite bei Unternehmensseiten wird auf jeden Fall zurückgehen. Auf den Messenger-Beitrag bin ich schon gespannt. Vor allem rechtlich gesehen sicher schwierig mit der neuen DSGVO.

    LG
    Tina

    • admin

      Hi Tina,
      ja du hast absolut Recht! Messenger sind eine super spannende Entwicklung – und vor allem unter der DSGVO eine Herausforderung. Momentan ist es echt interessant den Markt im Blick zu haben und auf die Veränderungen vorbereitet zu sein. 🙂

      Viele Grüße
      Sarah

  4. Natalia

    Eine super Zusammenfassung! Worauf ich sehr gespannt bin, ist wie sich das mit Snapchat, vor allem im deutschsprachigen Raum weiterentwickelt… 🙂
    Alles Liebe,
    Natalia

    • admin

      Hallo Natalia,
      nutzt du Snapchat selber? Ich bleibe auch gespannt. Dass der Markt sehr umkämpft ist und Snapchat seit dem Update von Instagram extrem schwächelt, steht ja nun mal fest. Sie müssen sich neue Nischen erkämpfen, wenn sie bleiben wollen. Potential ist aber auf jeden Fall noch da.
      Sobald es neue Entwicklungen gibt, berichte ich hier natürlich. 🙂

      Viele Grüße
      Sarah

    • admin

      Hallo Sirit,
      das kommt ganz darauf an, wen du ansprechen willst und wofür. Schau dir deine Zielgruppe genau an und überleg, in welcher Altersklasse sie ist und auf welche Weise deine Produkte am besten dargestellt werden können (bildlich, in Videos, in Informationstexten,…?). So kannst du herausfinden, ob Snapchat für dich Sinn ergibt. 🙂

      Viele Grüße
      Sarah

  5. Juliet

    Vor 7 Jahren betrieben wir in einem Seminar eine Marktforschung für ein Reiseunternehmen. Die Frage war, ob es in Facebook-Werbung investieren sollte oder bei den altbewährten Werbeplattformen bleiben sollte. Obwohl die Aussichten vielversprechend waren, blieb der Manager skeptisch. Er behauptete, dass sich Facebook nicht lange halten könne. Dass eine Plattform kommen würde, die Facebook den Platz wegnimmt. Und was soll ich sagen? Da kam tatsächlich Instagram. Er behielt recht.

    Es ist sehr erstaunlich, wie sich die Marketingindustrie innerhalb der letzten Jahre entwickelt hat. Für uns Konsumenten ist es schön anzusehen: immer Neues, immer Besseres…

    Eine gute Recherche seitens des Unternehmen ist unablässlich vor einer Investition in eine Plattform.

    Danke für die vielen Infos – war sehr interessant!

    Liebe Grüße,
    Juliet | http://www.withjuliet.com

    • admin

      Spannend, so ein Praxisbeispiel! Für die Reisebranche ist eine Bildplattform natürlich sehr passend. Aber auch auf Facebook kann man noch immer extrem viel mit gezielten Werbeanzeigen hinbekommen. Beide Plattformen sind hier passend – für unterschiedliche Ziele. 🙂

      Viele Grüße
      Sarah

  6. Ronja

    immer wieder erstaunlich, welches Business sich aus Social Media entwickelt hat! Daran hätte ich früher nie geglaubt.
    Dein Artikel ist unheimlich interessant! Mein Favorit ist klar Instagram ♥
    LG
    Ronja

    • admin

      Ja, mittlerweile braucht es diese Berufe rund um Social Media auch einfach. Ich bin unheimlich dankbar, dass es das gibt und muss sagen, dass es genau die richtige Marketing-Nische für mich ist. Ich lebe dafür. 😀
      Instagram finde ich auch toll!

      Liebe Grüße
      Sarah

    • admin

      Danke für dein Feedback, liebe Kristin. Das freut mich sehr zu lesen. Und wenn es mehr als Orientierung sein soll, dann stehe ich gerne zur Seite. 🙂

  7. Marilena

    Super Beitrag! Gerade Instagram und Snapchat werden glaube ich oft unterschätzt. Wobei ich das zugegebenermaßen echt anstrengend finde, die immer mit regelmaßigem Bild-Content zu füllen. Aber da kann man ja auch mit Automatisierung viel machen 🙂

    Liebe Grüße,
    Marilena von http://marilenamueller.de/

    • admin

      Hallo Marilena,
      danke für dein Feedback! Stimmt, es kommt schnell vor, dass diese Plattformen als „unwichtig“ für ein Unternehmen abgetan werden, obwohl dort oft großes Potenzial liegt. 🙂
      Viele Grüße
      Sarah

  8. Linni

    Hallöchen,
    ich muss echt sagen, dass ich auch sehr viel auf Instagram und mittlerweile auch wieder bisschen mehr auf Facebook unterwegs bin. Snapchat ist mittlerweile eine App, die ich nicht so viel nutze! Toller Beitrag!

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

    • admin

      Spannend, wie jeder die Nutzung der Plattformen für sich anders einteilt. Es gibt eben doch Tendenzen, die man mittlerweile ganz gut ablesen kann. 🙂 Darf ich fragen, warum Snpachat für dich nicht mehr so attraktiv ist?

      Viele Grüße
      Sarah

  9. Menna

    Ist ja witzig, dass ich all die erwähnten Social Media Plattformen außer YouTube habe? Ich kann mich noch erinnern, als ich YouTube für mich wegen Musikvideos entdeckt habe! Hach ja! Da fällt mir ein, dass Y-Titty „tot“ ist … das letzte Video von der Trio war vor Jahren.
    Ich bin eher auf Instagram aktiver als auf Facebook. Snapchat ist seit der fast 1:1 Kopie von den Funktionen her wegen Insta Stories und so für mich „gestorben“. Die Logik von Twitter verstehe ich bis jetzt noch immer nicht 😀

    Viennese greetings, Menna von Lines & Rhymes Universe
    https://linesandrhymesuniverse.blogspot.com

    • admin

      Ja, Y-Titty waren wirklich einfach der Anfang von Youtube – gut, alte Zeit. 😉
      Was du über Snapchat sagst, kann ich so sehr gut nachvollziehen. Geht wohl den meisten Leuten so, weshalb die Neuausrichtung zwingend notwendig ist. Mal sehen, was die Zukunft da bringt.

      Viele Grüße
      Sarah

  10. Nicky

    Ein toller Beitrag und doch interessant, obwohl man bei den meisten schon lange dabei ist… Facebook war früher mal toll und ich bin gespannt, ob sich das wieder ändert – im Moment nutze ich es kaum noch. Dafür liebe ich Instagram über alles und hoffe das wird nicht wie Facebook jetzt aktuell ist und etwas mehr wie früher, ohne nervige Algorithmen…

    Liebe Grüße, Nicky

    • admin

      Den Algorithmus werden wir wohl nicht mehr los – je nachdem, was man mit Instagram möchte, kann man ihn aber natürlich auch für sich nutzen 🙂

      Viele Grüße
      Sarah

  11. Julia

    Danke für diesen spannenden Beitrag, der einen wirklich guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten gibt und den Nutzen der unterschiedlichen Plattformen auf den Punkt bringt. Ich persönlich finde, dass man nicht zwanghaft auf allen Plattformen unterwegs sein muss, sondern sich Zielgruppen abhängig die wichtigsten Kanäle raussucht und sich darauf konzentriert. Ich persönlich finde YouTube, Facebook und Instagram am spannendsten. LG, Julia von roadheart.com

    • admin

      Ja, das ist ganz richtig! Auf allen Kanälen unterwegs zu sein, macht gar keinen Sinn. Man muss schon schauen, wo sich die eigene Zielgruppe aufhält und danach dann planen.

      Viele Grüße
      Sarah

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